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In Nürnbergs Südstadt fängt es an. Barrierefrei durch Technik und Semantik.
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Dauerwohnrecht in einer Genossenschaft als Alternative zur Eigentumswohnung

Bild Dauerwohnrecht in einer Genossenschaft als Alternative zur Eigentumswohnung Modell des Bauvorhabens. Foto: Architekturbüro Hagen.

Auf dem riesigen Grundstück an der Neubleiche steht zurzeit nur ein Baucontainer voller Pläne und Unterlagen, in dem Interessenten beraten werden. In eineinhalb Jahren soll dort ein Generationenhaus mit 34 Wohneinheiten und einer Kindertagesstätte des HSW Bayern bezogen werden.
"Das Interesse am Dauerwohnrecht und an unserer Wohnform ist groß", sagt Robert Wintermayr, einer der beiden Vorstände der Genossenschaft andersWOHNEN-2010 eG. "Allein heute haben wir 40 Interessentinnen und Interessenten beraten." Das Dauerwohnrecht verbinde Vorteile des Wohneigentums mit der Stabilität und Sicherheit einer Genossenschaft. Besonders attraktiv vor allem für ältere Menschen sei auch die Unterstützung durch das Wohnmodell im Mehrgenerationenhaus.
Nachbarschaftshilfe kommt häufig in "gewachsenen" Hausgemeinschaften vor. Beim Neubezug ist sie eher selten. Das Modell von andersWOHNEN in der Südstadt von Nürnberg organisiert die Nachbarschaftshilfe systematisch. Die Neubauten der Genossenschaft sind nicht nur energetisch optimiert, sondern 100% barrierefrei. Idealerweise können Menschen bis Pflegestufe III in den eigenen vier Wänden bleiben.

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Das neue Modell des Zusammenlebens wird als "Nürnberger Weg" vom Bundesfamilienministerium und der Hamburger Stiftung "Lebendige Stadt" gefördert. Die Nürnberger Spezialität ist, das Zusammenleben von Senioren einerseits und Familien und Alleinerziehenden mit Kindern andererseits zu organisieren. In den Häusern sind Kindertagesstätten integriert.

Professionelle Hilfe für die Bewohner, die von Nachbarn nicht geleistet werden kann, organisiert der gemeinnützige Verein DMH e. V. über Rahmenverträge mit externen Dienstleistern.

Im Jahr 2009 wurde das erste Haus der andersWOHNEN eG in der Karl-Bröger-Straße bezogen. Damit konnte die Nachfrage jedoch nicht gedeckt werden. Eine weitere Genossenschaft andersWOHNEN-2010 eG wurde gegründet, ein Grundstück in der Neubleiche in St. Peter gekauft und die nötigen Planungen und Finanzierungsverhandlungen aufgenommen. Im Idealfall soll noch 2012 mit dem Bau begonnen werden, so dass die 34 Wohnungen 2013/2014 bezugsfertig sind.

An allen Sonntagen im Juli 2012 zwischen 13:00 und 16:00 Uhr können sich Interessierte auf der Baustelle in der Neubleiche informieren.

Nähere Informationen unter http://anderswohnen-2010.de

Stand: 08.07.2012
Autorin/Autor: Eberhard Schneider

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