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Die Südstadt - Der sonnigste Stadtteil Nürnbergs
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Verein Geschichte für Alle e. V.

Neuer Rundgang: Herrensitze, Werkssiedlungen und Architekturperlen

Am 28. Juni 2009 um 14 Uhr mit dem Verein "Geschichte für alle".

Theodor von Cramer-Klett. An seinem Denkmal in der Frankenstraße beginnt der Rundgang.Theodor von Cramer-Klett. An seinem Denkmal in der Frankenstraße beginnt der Rundgang.
Foto: Erwin Krauß, veröffentlicht auf Wikipedia.
Der zweistündige Rundgang führt vom Treffpunkt am Cramer-Klett-Denkmal zum Schloss Lichtenhof (Petzenschloss). Insgesamt wird an zehn Stationen die Geschichte dieses Teils der Südstadt erzählt.

Der Treffpunkt befindet sich am Denkmal von Theodor von Cramer-Klett, der sehr großen Anteil an der Entwicklung Nürnbergs zur bedeutenden Industriestadt im 19. Jahrhundert hatte. 1898 wurde die M.A.N., die Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg gegründet, bis heute einer der größten Arbeitgeber in Nürnberg. Das alte MANVerwaltungsgebäude wurde inzwischen abgerissen und auf dem Gelände der Businesspark Frankencampus errichtet. Auf dem ehemaligen Firmenparkplatz der M.A.N. wurde der "Wohnpark Neulichtenhof, das Wohnbauprojekt "Toscano" und der kürzlich eingeweihte "Südpunkt", das neue Stadtteilzentrum errichtet.

Im Bereich der Erhardstraße wurde bereits vor knapp 100 Jahren die Birkenwaldsiedlung durch den Bauverein Schuckert'scher Arbeiter im Stil einer Gartenstadt errichtet. In den schnell wachsenden Stadtteilen gab es durch die Bevölkerungsexplosion einen großen Mangel an Schulräumlichkeiten, die Sperberschule wurde 1914 eingeweiht.

Die M.A.N. 1920 vom Hasenbuck ausDie M.A.N. 1920 vom Hasenbuck aus.
Foto: Stadtarchiv Nürnberg
Im Hummelsteiner Park steht heute noch ein alter Herrensitz, das Hummelsteiner Schlösschen, das seine heutige Gestalt 1706 erhielt. Damals hatte es noch einen Wassergraben und eine Zugbrücke.

Die Poststadt an der Allersberger Straße, gebaut von 1928-31, war eines der wenigen Großprojekte der Weimarer Zeit in Nürnberg.

Das Nibelungenviertel ist ein schönes Beispiel für die Stadtentwicklung um 1900. Das modernisierte Südbad wurde erst vor wenigen Monaten wieder seiner Bestimmung übergeben. Die 1930 eingeweihte Gustav- Adolf-Gedächtniskirche stellt einen für die damalige Zeit typischen Kirchenbau dar.

Den Abschluss des Rundgangs bildet das Schloss Lichtenhof, das im 30jährigen Krieg das Hauptquartier des Schwedenkönigs Gustav-Adolf gewesen war.

Der Rundgang kostet 7 Euro pro Person, ermäßigt 6 Euro, keine Anmeldung erforderlich. Weitere Informationen: http://www.geschichte-fuer-alle.de

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