Genuss in der SüdstadtWenn man in die Internet-Suchmaschine Google den Begriff "Genuss" eingibt, zeigt sie in 0,26 Sekunden etwas 7.360.000 Seiten auf deutsch. Einige davon sind mit Sicherheit in der Südstadt zu finden. Nehmen Sie sich für Sie aber ruhig etwas mehr Zeit.
Mag sein, dass man die Südstadt nicht auf Anhieb als ein Ort des Genießens betrachtet. Dass man aber hier für Genuss keinen Sinn hätte, kann man nicht sagen. Das war schon vor vielen hundert Jahren so, als zum Beispiel der Garten des Hummelsteiners Schlosses angelegt wurde, der mit Springbrunnen, Barockfiguren, Buchshecken und weiteren Zierelementen weit mehr als nur Raum für Zitruspflanzen bot - die im übrigen auch zu Genusszwecken gezüchtet wurden. Das ist für viele Südstädter, die ihren sonnigen Stadtteil heiß und innig lieben, auch heute so.
Die Zeitschrift Prinz hat in der Ausgabe vom Juli 2009 unter dem Titel "Hier will ich leben" fünf Nürnberger Stadtteile (plus Fürth) nach unterschiedlichen Kriterien zur Lebensqualität verglichen. Die Südstadt erhält demnach, ebenso wie Gostenhof und Sebald, sechs von sechs möglichen Punkten in Punkto "Weltoffenheit". Dass hier Menschen verschiedener Kulturen und Nationalitäten verkehren und leben, betrachtet Prinz positiv: es macht den Stadtteil vielfältig, lebendig und spannend.
Sieht einladend aus! Riecht gut! Schmeckt fantastisch! Geniessen mit allen Sinnen
Fast genauso gut schneidet die Südstadt bei den Mietpreisen ab. Die günstigen Mieten bescheren der Südstadt fünf von sechs Punkten, genauso viel wie Gostenhof. Das beste Ergebnis aller Stadtteile bekommt die Südstadt in Punkto Familiensinn bzw. ob es Kitas, Schulen und Spielplätze gibt. Die Südstadt erreicht fünf von sechs Punkten: kein anderer Stadtteil hat mehr!
Die Zeitschrift nennt die vielen, zum Teil internationalen Kindergärten, das breite Angebot an Bildungseinrichtungen wie den südpunkt, das Südstadtforum und das Berufsinformationszentrum BIZ. Prinz schreibt wörtlich: "Zudem gibt es hier bestimmt die größte Kneipen- und Gaststättendichte der Stadt, Traditionsbiergärten neben Sushilokalen und Edelitalienern oder Tapasbars."
Für Literaturliebhaber. Die besten Zitate für ein sinn- und
genussvolles Leben
Prinz schränkt ein, dass der Norden der Südstadt bewertet wurde. Aber das man in der Südstadt Essen und Trinken genießen kann, ist unumstritten. Es gibt viele ausgezeichnete Lokale und es kommen immer wieder neue hinzu.
Genuss ist jedoch natürlich mehr als Essen und Trinken. Das gute, alte Brockhaus-Lexikon beschreibt Genuss als eine "der Lust verwandte angenehme Empfindung." Was allerdings als angenehm empfunden wird, ist recht unterschiedlich. Der eine blüht auf, wenn er in voller Lautstärke Musik hört, der andere fühlt sich am wohlsten, wenn er Ruhe und Stille erlebt. Beides - alles! - ist in der Südstadt möglich: Genuss durch Schmecken, Sehen, Hören, Riechen, Fühlen, Genuss mit allen Sinnen. Und die Auswahl ist groß.
Für Andreas Funk vom Studio Lady Style in der Wölckernstraße geht Genuss nicht nur unter, sondern über die Haut. "Ich erlebe es jeden Tag wie unsere Kunden einfach zufriedener sind, nachdem sie sich eine hochwertige Pflege, eine Kosmetik bzw. Fusspflege-Behandlung oder eine Wellness-Massage gegönnt haben."
Rund um das Hummelsteiner Schloss. Natur und Architektur
zum Inspirieren, zum Erholen, zum Genießen.
Genuss hat zweifellos etwas mit Geschmack zu tun, über den sich wiederum
bekanntlich streiten lässt. Im Prinzip istjedem Menschen die Fähigkeit zu genießen angeboren. Manchmal ist es eine Frage der inneren Einstellung, Sie wissen schon, die alte Frage, ob ein Glas halbvoll oder halbleer ist. Meistens ist Genuss jedoch nur eine Frage des Bewusstseins. Kurz innehalten und spüren: "Das, was ich jetzt gerade erlebe, ist richtig schön!" Und
auch, wenn diese Augenblicke nur kurz sein mögen: man kann sie durch Vorfreude und Erinnern verlängern. "Reisen sind das Genusserlebnis, das sich durch planen, buchen, durchführen, berichten und Fotos ansehen am besten verlängern lässt", sagt Elisabeth Seibold vom Reisebüro Seibold
in der Gibitzenhofstr. Aber auch Konzerte, Vorträge und Lesungen, von denen es in der Südstadt immer wieder Angebote gibt, können wirken wie ein Fest.
Die beginnende Jahreszeit empfängt uns mit ganz besonderen Genüssen. Familie und Freunde, die im Sommer weg waren, sind wieder da. Zum Beginn des neuen Schuljahres gibt es vielleicht neue, nette Nachbarn. Das Kurs- und Veranstaltungsangebot in den unterschiedlichen Einrichtungen
steht wieder in großem Umfang zur Verfügung.

Und es gibt neuen Wein, Zwiebelkuchen, Pilze, Wild - schon die Gedanken daran sind köstlich! Wer einen Garten hat, fühlt sich jetzt reich beschenkt. Äpfel und Zwetschgen, Karotten und Kürbisse,
Trauben und Holunder: alles reif, süß, saftig, duftend. Und bunt. Die Natur
drückt zum Abschied des Erntejahres noch einmal richtig auf die (Farb-)tube. In allen Nuancen das Herbstlaub, das wirbelt und raschelt und zwischen dem sich Kastanien suchen lassen, wie im Frühjahr die Ostereier.
Goldgelb die breit lachenden Sonnenblumen. Weiß-rosa-rot die Rosen, die bis
zum ersten Frost noch einmal beweisen, wer im Blumenbeet die wahre Königin ist. Genüsse, die es selbstverständlich nicht nur in der Südstadt gibt. Aber hier eben in einzigartiger Art zu erleben sind.
nach Dr. med. Rainer Lutz vom Fachbereich Psychologie der Philipps-Universität Marburg:
(Quelle: http://gesundesleben.at/seele-psyche/ lebensfreude/ohne-askese-kein-genuss)
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